Madonna hat Geburtstag

madonna tapeSie wird heute 60! Kaum zu glauben…

Als einer, dessen musikalische Entwicklung in den 80ern begann, habe ich in der Grundschule natürlich zuerst Popmusik gehört. Und ja – ich schätze sie immer noch.

Zu den größten Stars seinerzeit (und sie hat sich auch noch gehalten) gehörte die „Queen of Pop“, Madonna. Anlässlich ihres Geburtstages habe ich mich daran gemacht und ein C90-Mixtape mit meinen Lieblingslieder gemacht. In der ersten Auswahl wären es mehr Lieder geworden. Es war ganz schön schwer, die Auswahl auf 90 Minuten runter zu schrauben. C90 bedeutet übrigens eine Cassette mit einer Laufdauer von 90 Minuten.

So. Nun viel Spaß bei der Entdeckung der einen Queen!

Material Girl

Das erste Video, welches ich bewusst wahrgenommen habe. Als ironischer Ausdruck, des materialistisch geprägten Mädchens und als Hommage an Marylin Monroes „Diamonds are their best friend“ war Material Girl auch der Durchbruch für Madonna.

Express Yourself

Ein Pop-Song, über den Madonna mal sagte: „Ich glaube, dieser Song gehört zu meinen besseren. Wir hatten im Studio viel Spaß.“

Don’t tell me

Die zweite Single vom 2000er Album „Music“. Für mich ein sehr gut gelungener Popsong.

Holiday

Nach einigen Liedern von Madonna, die in den Billboard-Single-Charts im Mittelfeld rumdümpelten, schlug Holiday ein, wie eine Bombe und erreicht als fröhliche Pop-Nummer Platz 16 in den Charts, was damals ein riesiger Erfolg für einen Neuling war. Später noch einmal (erfolgreich) gecovert von MC Miker G & Deejay Sven.

La Isla Bonita

Als erster von Madonnas Songs zeigt das Lied einen hispanischen Einfluss durch kubanische Perkussion, spanischer Gitarre, Maracas, Mundharmonikas und eine Mischung aus elektronischen und echten Schlaginstrumenten. Der Text des Titels handelt von einer wunderschönen Insel und war – laut Madonna – ein Tribut an die Schönheit Lateinamerikas. La Isla Bonita erreichte weltweite Popularität und erreicht Platz 1 der Charts u.a. auch in Deutschland sowie Platz vier in den Vereinigten Staaten. In dem Musikvideo stellt Madonna zwei gegensätzliche Charaktere dar – ein frommes Mädchen und eine leidenschaftliche Latina. Der Latino-Stil und das rote Flamenco-Kleid, das sie trug, wurden damals zum Modetrend.

Beautiful Stranger

Als Soundtrack zum dritten Austin Power-Streifen demonstrierte Madonna, dass auch sie für die humorige Seite des Business zu haben ist. Sie erhielt sogar eine Trophäe für den besten Filmsong im Jahr 2000.

True Blue

Titelsong des dritten Albums. Das Album, welches von Hits nur so sprießte.

Who’s that girl

Der Song zum Film “Susan…verzweifelt gesucht”. Ein Film, indem Madonna eine Ausreißerin spielte und nach dem eigenen Weg suchte. Im Rückblick gehörte dieser Film, bzw. ihre Leistung darin nicht unbedingt zu den Glanzstücken ihrer Karriere – wie sie selber auch sagte.

Live to tell

Die Mega-Ballade vom Erfolgsalbum “True Blue”.

Frozen

War die erste Single-Auskopplung vom Album “Ray of Light” und handelte von einem Menschen, welcher wächst, aber sich gar nicht entwickeln will. Der damit glücklich ist, wie es ist und Angst davor hat, sich zu entwickeln – in eine Richtung, die er nicht beeinflussen kann und dessen Ergebnis ihm dann auch völlig fremd ist.

American Pie

Auch, wenn das Original von Don McLean natürlich besser ist, denke ich, dass Madonna diese Cover-Version sehr gut hinbekommen hat.

Open your Heart

Laut dem Biographen hat Madonna hier die gleiche Leistung vollbracht, wie Aretha Franklin bei “Respect”. Ob das wirklich so war, sei mal dahin gestellt – ein toller Popsong mit großem Charterfolg war er trotzdem.

Ray of Light

Der Titel-Song zum Album von 1998. Mit dem Album wollte sie sich auf ihre Dance-Pop-Aktivitäten wieder zurück besinnen. Mit dem Stück stellte sie ihre Ziele auch deutlich dar. Nach einem anfänglichen Gitarrenintro kommt der Synthesizer zum Einsatz. Der Text fokussiert sich auf die menschliche Stärke und ein starkes Selbstwertgefühl. Eine durchweg positive Nummer.

Cherish

Dieser Song war einer der Pop-Highlights vom „Like a prayer“-Album. Obwohl Madonna nicht mehr die junge aufstrebende Künstlerin aus der ersten Hälfte der Achtziger verkörperte, hatte dieser Song was Leichtes und Fröhliches zu transportieren.

Take a bow

Das Video hatte einen Stierkämpfer als zentrale Person. Da sich das Lied um nicht erwiderte Liebe mit ironischen Ansätzen drehte, kann man gerne mal versuchen, Text und Video irgendwie in Verbindung zu bringen. Babyface hatte seinerzeit im Background gesungen und so ein verkapptes Duett daraus gemacht.

Die another day

Der Soundtrack-Song zu einem James Bond-Film – zum letzten James Bond-Film mit Pierce Brosnan von 2002 („Stirb an einem andere Tag“).

I’ll remember

Der Titelsong zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme. Eigentlich ein Geheimtipp. Zu dem Film „Ein genialer Freak“ mit Joe Pesci in (meiner Meinung nach einer seiner besten) und Brendan Fraser. Ein wunderbarer Song zu einem wunderbaren Film.

Papa don’t preach

Einer der besten Songs von Madonna als fast-Abschluss meines Madonna-Geburtstags-Samplers. Madonna wollte mit dem Lied darum kämpfen, dass die Mädchen, die in einer misslichen Lage sind (hier: Als minderjährige Schwanger zu sein), sich nichts mehr wünschen, als mentale Unterstützung vom Papa und nicht noch mit irgendwelchen Predigten das moralische Dilemma, welches ihnen sehr wohl bewusst ist, noch einmal vor Augen geführt zu bekommen. Madonna hatte seinerzeit vermutet, dass die Message missverstanden werden könnte und es Proteste hageln würde. Damit hatte sie Unrecht. Die konservativen Gruppierungen in den USA, welche ihr grundsätzlich negativ gegenüberstanden, verstanden das Lied als Plädoyer gegen Abtreibung. Für mich schon überraschend, wie tief die Botschaft eines Popsongs der Achtziger gehen kann.

Like a prayer

Und nun zum Abschluss der Skandal-Song von Madonna. Ein schwarzer Jesus – Madonna tanzend vor brennenden Kreuzen. Ein zu Unrecht verurteilter schwarzer Mann – mit dem sie dann auch noch auf Tuchfühlung ging. Das war den Fernsehsendern seinerzeit zu viel. MTV weigerte sich zu erst. Pepsi kündigte die Werbeverträge mit ihr. Diesen Skandal hatte Madonna aber auch absichtlich herbeigeführt. Geschadet hatte es nicht. Ein Song, der einen wunderbaren Text hat und musikalisch schon etwas progressiv daher kommt. Popmusik mit perfekt eingelagertem Gospel-Chor. Ich wage mal zu behaupten, dass dieser Song (mit dem späteren „Sister Act“-Filmen) den Gospel in Deutschland in den Mainstream brachte. Mein absoluter Lieblingssong von Madonna.

madonna c90inlay

Bei der Zusammenstellung dieses Samplers ist mir aufgefallen, dass ich doch sehr in der Vergangenheit verhaftet bin. Aber so ist es halt. Für mich ein Star der Achtziger. Sie hat es geschafft jetzt noch aktiv zu sein.

Happy Birthday Madonna!

Viel Spaß bei meiner persönlichen Happy Birthday-Best of-Geburtstags-Playlist im nostalgischen Neunzig-Minuten-Format: