The Beatles – Nothing’s gonna change my world

beatlesHeute vor 50 Jahren war ein besonderer Tag in der Musik-Geschichte. Nachdem man 210 Lieder komponiert hatte und vom 17. August 1960 bis zum 29. August 1966 gemeinsam 815 Konzerte absolvierte, waren die vier Beatles heute vor 50 Jahren bei den Aufnahmen zu „Abbey Roads“ letztmalig gemeinsam im Studio.

Einige der 815 Konzert am Anfang ihrer Karriere in Hamburg dauerten (inkl. kleinere Pausen) 7-8 Stunden dauerten. Nicht mitgezählt das legendäre – von der Polizei nach 42 Minuten gestoppte – „Rooftop“-Konzert am 30. Januar 1969 auf dem Dach des Apple-Gebäudes.

Das letzte Album der Beatles „Let it be“ wurde zwar danach veröffentlich – hier gab es allerdings nicht eine einzige Session, an dem alle vier Musiker gleichzeitig im Studio waren.

Auch, wenn die Aussage „subjektiv“ bei einer objektiv betrachteten genialen Band irreführend ist, ist diese Playlist subjektiv das beste der Beatles – zumindest, wenn man nur zwei C-60-Tapes hätte.

Die oben benannte Aussage stammt aus dem Lied „Across the universe“.

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Beatles – Hey Jude

hey jude

Das Lied ist auf der Liste der „500 besten Songs aller Zeiten “ vom Rolling Stone aus den Jahren 2004 und 2010 auf Platz 8.

Nicht sonderlich verwunderlich…die erste Band, die in meiner Kategorie „Historische Lieder“ zwei Tracks hat, sind die Beatles.

Doch heute vor 50 Jahren erschien diese Single – als Vorab-Teaser für das „White Album“.

„Hey Jude“ war mit 6 bis 7 Mio. verkauften die Einheiten die erfolgreichste Single der Beatles. Seinerzeit war sie auch mit sieben Minuten die längste Single auf dem Markt.

Viele verbinden John Lennon nur noch mit Yoko Ono – allerdings war Lennon vorher mit Cynthia verheiratet, mit der er den Sohn Julian hatte. Irgendwann kehrte Cynthia aus einem Urlaub zurück und erwischte die Beiden – die Scheidung nahte. Für den damals fünfjährigen gemeinsamen Lennon-Sohn war das eine Katastrophe. Paul McCartney hatte so viel Mitleid mit ihm, dass er ihm dieses Lied schrieb. Demnach sollte das Lied ursprüngliche „Hey Julian“ heißen.

Dabei schrieb McCartney:

Hey Jude, don’t make it bad
Take a sad song and make it better

und

And anytime you feel the pain, hey Jude, refrain
Don’t carry the world upon your shoulders
For well you know that it’s a fool who plays it cool
By making his world a little colder

Für mich ganz starke Textzeilen, die das “Steh Auf”-Gefühl noch einmal transportieren. Meines Erachtens klappt das da sehr gut. Den abschließenden langen mehrminütigen Teil, welches mit einem „Nanana…“-Part im immer gleichen Credo das Lied abschließt, hätte man gut und gerne auch musikalisches Füllmaterial nennen können – nach dem Motto: Mehr fällt mir nicht ein, ich will aber trotzdem, dass das Lied nicht so schnell zu Ende ist.

Musikalisch hat das aber voll reingehauen und das Lied lädt zum Schunkeln ein. Vielleicht wollte McCartney das erreichen. Das man, nach einer traurigen Phase dieses Lied hört und in einem positiven Hospitalismus nicht alles Leid auf seine Schultern lädt und sich einfach wegschunkelt. Damit man den Kummer und die Sorgen langsam von sich abschüttelt.

Letztendlich weiß man nicht genau, warum das Lied so endet. John Lennon hat z.B. zuerst gedacht, dass Lied hätte Paul für ihn geschrieben. Das es allerdings für seinen leidenden Sohn gedacht war, wird (vermute ich) Mr. Lennon gerührt haben. Paul sagte aber zu der Annahme, dass er es spannend fand, dass John es auf sich bezog. Er folgte dann daraus, dass jeder diesen Song auf sich beziehen könnte – evtl. ist daraus auch der Erfolg entstanden. Er sagte damals im Rolling Stones-Magazin:

„Gut. Dann machen wir wohl alle die gleichen Erfahrungen. Und darum geht es letztlich: Das wir da alle durch müssen.“

Ein ganz starkes Lied. Nun auch Bestandteil meiner „Best Songs Ever“-Playlist:

Beatles – Love me do

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Heute vor 55(!) Jahren war ein historischer Tag für moderne Pop-Musik.

„Love me do“ ist sicherlich nicht das beste Lied der Beatles – doch, es ist für die Musikgeschichte der Startschuss einer Karriere, die die Musiklandschaft beeinflusst hat, wie kaum eine andere Karriere. Am 05. Oktober 1962 erschien die erste Single der Beatles.

Nach ein paar Jahren in Hamburg und in Liverpool in den Kneipen haben sich die Beatles einen Namen in der Szene gemacht. Als Beat-Band, die ganz am Anfang nur als Begleitmusik für eine Stripperin auf der Bühne standen und später mit vielen Coversongs Stimmungsmusik machten, konnten einen gewissen George Martin begeistern.

So nahmen die Beatles mit dem Neuling Ringo Starr (der vorherige Drummer, Pete Best wurde in der Zwischenzeit kurzfristig – ohne, dass George Martin das wusste – entlassen) am 04. September Platz in den Abbey Road-Studios und wollten dort u.a. „Love me do“ aufnehmen. Nach zwanzig Versuchen gab man das Unterfangen auf; u.a. auch, weil Paul McCartney das Spiel des neuen Schlagzeugers nicht gefiel.

Eine Woche später fanden sich die Pilzköpfe mit ihrem Produzenten wieder ein – der brachte einen anderen Studio-Drummer mit und Ringo spielte nur Tambourin im Hintergrund. Später erschien noch eine Version, wo Ringo dann selber das Schlagzeug bediente.

So holprig die Aufnahmen für diese Single auch waren, so durchschlagend war der Erfolg – eine bis dahin unbekannte Band aus Nordengland setzte sich in die Charts und eine epochale Episode in der Musik-Geschichte nahm seinen Lauf.

Der Rest ist Geschichte…

Die im Moment noch etwas kleine Playlist von „Historischen Liedern“: